Extreme Niederschläge, Hitzewellen und Dürren werden an Heftigkeit und Häufigkeit zunehmen. Ursache dieser extremen Wetterlagen ist der Klimawandel. Dies ist das Ergebnis eines Sonderberichtes zu Extremwetter des Weltklimarates IPCC.
Der Weltklimarat IPCC hat heute in Kampala/Uganda eine Zusammenfassung seines Sonderberichts „Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation“, kurz SREX, veröffentlicht. In diesem Bericht, der in voller Länge Anfang 2012 publiziert wird, haben die Klimawissenschaftler des IPCC beobachtete Klimadaten und den Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen analysiert und zukünftige Szenarien modelliert.
Extreme Wetterlagen werden durch den Klimawandel heftiger und gefährlicher. Der IPCC-Bericht bestätigt, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel zu Veränderungen in der Häufigkeit, Intensität, Ausmaß und Dauer von Wetter- und Klimaextremen führt. Extreme Niederschläge (Regen und Schnee), Hitzewellen und Dürren werden durch die zunehmende Verschmutzung der Atmosphäre mit Treibhausgasen zunehmen.
Die verheerenden menschlichen und wirtschaftlichen Kosten werden bereits heute überwiegend von den Entwicklungsländern getragen, wo viele Menschen in dicht besiedelten Küstenregionen leben und sich armutsbedingt nicht gegen diese Wetterextreme schützen können. In Zukunft werden jedoch auch die entwickelten Länder zunehmend betroffen sein.
Greenpeace fordert, dass bei den in wenigen Tagen im südafrikanischen Durban beginnenden Klimaschutzverhandlungen endlich ein klarer Fahrplan beschlossen werden muss, wie die Treibhausgasemissionen auf das wissenschaftlich notwendige Maß reduziert werden können. Die freiwilligen Zusagen, die bislang gemacht wurden, reichen bei weitem nicht aus, um den Anstieg der globalen Temperatur auf maximal 2° Celsius zu begrenzen.
« Nach zwei Jahrzehnten internationaler Klimaschutzverhandlungen, die eigentlich zur Verringerung der Treibhausgase führen sollten, müssen wir feststellen, dass die Verschmutzung der Atmosphäre mit Treibhausgasen immer weiter ansteigt“, sagt Martina Holbach, Klima-Campaignerin bei Greenpeace Luxemburg. „Die Regierungen müssen in Durban endlich auf die internationale Klima-Krise reagieren und bis spätestens 2015 einen Fahrplan für eine wissenschaftlich fundierte, globale Vereinbarung beschließen.“
„Alle Länder müssen Maßnahmen ergreifen, um ihre Treibhausgas-Emissionen drastisch zu verringern und den Entwicklungsländern die finanzielle und technische Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen, um die Auswirkungen des Klimawandels bewältigen zu können,“ fordert Martina Holbach. „Damit in Durban ein Durchbruch erzielt werden kann, fordern wir die Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler und Marco Schanck auf, sich dafür einzusetzen, dass die Europäische Union, einstmals Vorreiter beim Klimaschutz, endlich eine Erhöhung ihrer Klimaschutzziele beschließt.“
Weitere Informationen: Martina Holbach, Greenpeace Luxemburg, Tel. 54 62 52 24
